NOPI-Küche zu Hause

VON MELANIE | Ob Punkte in Flensburg, beim Essen, beim Einkaufen, oder auf der Vielfliegerkarte – vier Frauen an einem Tisch, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Und dennoch verbindet sie seit Jahren eine Leidenschaft: Für einander in unregelmäßigen Abständen zu kochen. Denn schon der deutsche Schriftsteller Günter Grass wusste: „Es gibt nur ein Vergnügen, das größer ist als die Freude, gut zu essen: Das Vergnügen, gut zu kochen.“ Von Hausmannskost bis Haute Cuisine – auf unseren Esstischen gab es schon viele kulinarische Verlockungen, stets unter variierenden Motti.

Und so ergab es sich, dass ich in der Vielzahl unserer Kochbücher zuhause stöberte und auf  „Nopi – das Kochbuch“ stieß. Ich erinnerte mich, dass ich es vor einiger Zeit in der kulinarischen Spezialbuchhandlung von Frank Petzchen in Düsseldorf gefunden hatte. Schon beim Durchblättern staunte ich über die unglaubliche Aromenvielfalt, die die Rezepte ausmacht.

Yotam Ottolenghis und Ramal Scullys Kochbuch basiert auf Rezepten ihres Londoner Restaurants „Nopi“ und bietet ambitionierten Hobbyköchen eine Fundgrube raffinierter Gerichte. „Es geht darum, ein Maß an Komplexität zu wahren, um Speisen gerecht zu werden, die nun mal komplex sind, und gleichzeitig dem Laien das Gefühl zu vermitteln, dass die Realisierung unserer Rezepte auch zu Hause ein lohnendes Unterfangen ist„, schreibt Ottolenghi in seiner Einführung (Nopi – das Kochbuch, Seite 6).

Ich entschied mich für ein Menü bestehend aus fünf Gängen und einen Cocktail als Starter.

Kumquat-Passionsfrucht Margarita
*****
Burrata mit Blutorange, Koriander und Lavendelöl
****
Perlgraupenrisotto mit Brunnenkresse, Spargel und Peccorino
***
Lachsforellen-Bulgur-Tatar mit Zitronensalsa und Topinamburchips
**
Rehrücken mit Dattel-Labneh, Brombeeren und Erdnusscrumble
*
Rosiges Eton-Mess

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Die Zubereitung des Menüs war mit einer guten Vorbereitung absolut machbar. Am Abend selbst, kurz vor dem Servieren, war der Arbeitsaufwand dank Mise en Place vergleichsweise gering. Die Mengen- und Zeitangaben sowie Kochverfahren des Restaurantkochbuchs sind tatsächlich für eine konventionelle Küche und einen routinierten Hobbykoch konzipiert. Der Lohn in der wunderbaren Währung „Genuss pur“ rechtfertigte jede einzelne Stunde der Mühe.

Buchtipp

„Nopi – das Kochbuch“ von Yotam Ottolenghi und Ramael Scully. Dorling Kindersley Verlag, München 2015. 350 Seiten, zahlreiche Fotografien. Gebunden, 26,95 Euro.

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